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Kuriose finnische Sportarten

Die Finnen und der Sport - das ist ein Kapitel für sich. Ein lustiges Kapitel, versprochen! Gäbe es eine Weltmeisterschaft im Erfinden kurioser Sportarten, dann wären die Finnen ganz sicher Weltmeister. Die Ideen für komische Sportarten sind gerade auch deshalb so sympathisch, weil ja der "echte" Sport, vor allem der Profisport, sowohl von Sportlern als auch von  Zuschauern oft viel zu ernst genommen wird. Sport sollte doch eigentlich vor allem Spaß machen. Und dafür garantieren die Finnen mit ihren lustigen Ideen.  

Wenn Sie sich jetzt fragen, was an Rudern, Wandern, Skifahren oder Schwimmen so lustig sein soll, dann lesen Sie unbedingt weiter und lernen Sie typisch finnische Sportarten kennen, von denen Sie wahrscheinlich während des Urlaubs im Ferienhaus in Finnland zum ersten Mal hören werden. 

Sumpffußball - aber danach in die Sauna (oder wenigstens unter die Dusche)! 

Der Sumpffußball (auch Schlammfußball genannt) ähnelt - was die Regeln betrifft - durchaus dem uns bekannten Fußball. Das mit Schlamm angefüllte Spielfeld ist allerdings etwas kleiner als ein normales Fußballfeld, und pro Team spielen nur ein Torwart und fünf Feldspieler. 

Das Spiel dauert auch nur 25 Minuten, denn das Rennen und Kicken im Schlamm ist viel anstrengender als Fußball auf einem normalen Rasen. Zur Gaudi der Zuschauer sind die Schlammfußballspieler natürlich am Ende des Spiels völlig schlammbedeckt. Hauptsache, es macht Spaß. Und das tut des den Spielern, als auch den Zuschauern auf jeden Fall. 

Jedes Jahr findet in der Provinz Kainuu in Ostfinnland die "World Swamp Soccer Championships" statt, also die Weltmeisterschaft im Schlammfußball. Nicht nur Teams aus Finnland, sondern auch ausländische Mannschaften sind dazu willkommen. Tatsächlich nahmen auch schon Teams aus Deutschland teil. Sie konnten offensichtlich ihren Sport aber bei uns nicht populär machen. Schade eigentlich! 

Das ist was für Unverfrorene: Eisschwimmen 

Das Klima in Finnland ist bekanntlich eher kühl, und die vielen Seen sind in aller Regel im langen Winter monatelang zugefroren. Die Finnen sind also Kälte gewöhnt. Und nicht wenige von ihnen schwimmen sogar gern im eisigen Wasser zwischen Eisschollen. 

Danach geht es aber ganz schnell in die Sauna! Rund 200 "Eisschwimmvereine" existieren im Land und seit 1989 werden Finnische Meisterschaften im Eisschwimmen ausgetragen. Das Wasser in den 25 m-Bahnen ist nur wenig wärmer als 0 °C. Eine "Vorstufe" des Eisschwimmens ist das Eisbaden, das viele mit Begeisterung ausüben. Dazu wird ein Loch in die Eisfläche eines zugefrorenen Sees gehackt, dann lassen sich die Badegäste sich in das eisige Wasser fallen und halten dann ein paar Minuten darin aus. 

Was ganz schön verrückt klingt, ist es eigentlich gar nicht: Eisschwimmen härtet ab und ist so richtig gut fürs Immunsystem, vor allem in Verbindung mit der in Finnland allgegenwärtigen Sauna.

Die Finnen werfen mit allem, was nicht niet- und nagelfest ist: Gummistiefel, Handys ... 

Das ist eine absolute Fun-Sportart: Der Gummistiefel-Weitwurf wurde um 1900 in Finnland erfunden und ist seit 1975 eine Mannschaftssportart. Ja, es ist außerordentlich komisch, wenn Männer Gummistiefel der Größe 43 und Frauen Gummistiefel der Größe 38 in die Luft werfen. 

Der "ernsthafte" Sport (Diskuswerfen, Speerwerfen) wird damit ad absurdum geführt, also ein bisschen lächerlich gemacht. Allerdings hat kaum jemand einen Diskus oder einen Speer zu Hause, sodass es sich dabei um Vereinssportarten handelt, just for fun nimmt man eben andere Dinge zur Hand. 1992 trug Finnland die erste WM im Gummistiefelweitwurf aus. Und seit die Handys populär wurden, also so ungefähr seit dem Jahr 2000, werfen die Finnen natürlich auch mit Handys. 

Jedes Jahr Ende August findet in Savonlinna die Meisterschaft im Handywerfen statt (Einzel, Gruppe und Freestyle). Fragt sich nur: Was kann weiter geworfen werden, der Gummistiefel oder das Handy? Antwort: Ganz klar das Handy! Der Gummistiefel ist als Wurfgerät etwas unförmig, das Handy dagegen liegt gut in der Hand. Möchten Sie den Wurfsport zu Hause selbst einmal ausprobieren, greifen Sie aber besser zum Stiefel, es sei denn, Sie benötigen Ihr Telefon nicht mehr. 

Das ist der Clou: Er trägt sie auf Händen - Meisterschaft im Frauentragen 

Kennen Sie die Geschichte von den "treuen Weibern von Weinsberg"? Die spielte in Deutschland, im Mittelalter. Die Burg von Weinsberg bei Heilbronn, in Baden-Württemberg wurde belagert. Als die Verteidiger der Burg sich ergaben, erklärten die Belagerer, alle Männer in der Burg würden getötet werden, die Frauen würden verschont. Sie dürften sogar mitnehmen, was sie tragen könnten. 

Die Frauen trugen ihre Männer hinaus. Die Belagerer waren davon so gerührt, dass sie alle verschonten. Daher heißt die Burg nun "Weibertreu". In der witzigsten Sportart aller Zeiten, erfunden in Finnland, geht es andersrum: Männer tragen Frauen, und zwar nicht nur am Hochzeitstag über die Schwelle des neuen Heims, sondern über exakt 253,5 m. Die Laufstrecke ist aber nicht eben, sondern enthält einige Hindernisse, nämlich zwei Wassergräben und zwei trockene Gräben. 

Die Frau muss zudem mindestens 49 kg wiegen, damit es fair zugeht. Seit 1992 finden die Weltmeisterschaften im Frauentragen in Finnland statt. Diese geniale Sportart wurde angeblich in Anlehnung an eine Sage erfunden: In Finnland soll einmal ein Räuber sein Unwesen getrieben haben. Er trug bevorzugt Frauen als Beute davon. Möchten Sie Ihren Mann oder Ihre Frau im Urlaub über eine Schwelle tragen, mieten Sie einfach ein schönes Ferienhaus in Finnland und schon haben Sie die Gelegenheit dazu, egal wie sportlich Sie sind.

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